Versicherungs-News

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Aktuelle News

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Wie entsteht der Preis für Gold, Silber, Platin und Palladium?
Warum kostet ein Goldbarren mehr als der aktuelle Goldpreis? Was bedeutet LBMA und wie setzt sich der Preis eines physischen Edelmetalls zusammen? Wer Gold, Silber, Platin oder Palladium kaufen möchte, stößt schnell auf unterschiedliche Preisangaben. Der internationale Edelmetallpreis bildet zwar die Grundlage, der tatsächliche Preis eines physischen Edelmetallprodukts setzt sich jedoch aus mehreren Faktoren zusammen. […]
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BGH stärkt Immobilienverkäufer in Notlagen
Wer eine Immobilie oder einen Miteigentumsanteil unter erheblichem finanziellem Druck deutlich unter dem tatsächlichen Wert verkauft, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Rückabwicklung des Geschäfts verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 7. November 2025 entschieden. Im Mittelpunkt stand die Frage, wann ein Immobilienkaufvertrag wegen eines besonders groben Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung als […]

„Gewinn für Anleger“: das Fondsrisikobegrenzungsgesetz

Seit dem 16. April 2026 gelten in Deutschland neue Vorgaben für das Liquiditätsmanagement von Investmentfonds. Mit dem Fondsrisikobegrenzungsgesetz werden insbesondere Änderungen der europäischen Investmentfondsrichtlinien in deutsches Recht umgesetzt. Ziel ist es, die Fonds für Phasen mit erhöhtem Rückgabedruck besser zu wappnen und Liquiditätsrisiken zu begrenzen.

Eine zentrale Neuerung betrifft offene Investmentfonds. Kapitalverwaltungsgesellschaften müssen für jeden offenen Fonds grundsätzlich mindestens zwei geeignete Liquiditätsmanagementinstrumente auswählen und in den Anlagebedingungen beziehungsweise der Satzung festlegen. Welche Instrumente geeignet sind, hängt unter anderem von der Anlagestrategie, dem Liquiditätsprofil und der Rücknahmepolitik des jeweiligen Fonds ab. Für Geldmarktfonds gilt eine Ausnahme: Hier kann ein einziges Instrument ausgewählt werden.

Zur Auswahl stehen verschiedene Instrumente, mit denen Fondsgesellschaften in angespannten Marktphasen auf einen erhöhten Liquiditätsbedarf reagieren können. Dazu gehören unter anderem Rücknahmebeschränkungen sowie Preisgestaltungsmechanismen wie Swing Pricing und Dual Pricing. Die Instrumente selbst sind nicht grundsätzlich neu. Neu ist insbesondere die verbindliche Vorgabe, geeignete Instrumente auszuwählen, deren Einsatz vorzubereiten und die entsprechenden Regelungen in den Fondsunterlagen festzuhalten.

Für Anleger erhöht sich damit die Transparenz darüber, welche Maßnahmen eine Fondsgesellschaft im Fall eines erhöhten Rückgabedrucks einsetzen kann. Die konkreten Möglichkeiten und Voraussetzungen müssen in den jeweiligen Anlagebedingungen und Verkaufsunterlagen nachvollziehbar beschrieben sein. Dadurch können Anleger bereits vor einer Anlageentscheidung prüfen, welche Liquiditätsmanagementinstrumente bei einem Fonds vorgesehen sind und welche Auswirkungen deren Einsatz auf die Rückgabe ihrer Anteile haben kann.

Eine besondere Bedeutung haben die neuen Regelungen für offene Immobilienfonds. Diese investieren einen erheblichen Teil ihres Vermögens in vergleichsweise illiquide Immobilien und können deshalb bei hohen Rückgabewünschen vor besonderen Liquiditätsanforderungen stehen. Die neuen Instrumente sollen dazu beitragen, in Stressphasen alternative Maßnahmen einsetzen zu können und dadurch möglichst eine vollständige Aussetzung der Anteilsrücknahme zu vermeiden.

Insgesamt soll die Neuregelung dazu beitragen, Liquiditätsrisiken frühzeitiger und strukturierter zu steuern und Anleger besser über die entsprechenden Mechanismen zu informieren. Für Anleger bedeutet das vor allem: Die Bezeichnung eines Fonds allein sagt wenig darüber aus, wie er sich in einer Liquiditätskrise verhält. Ein Blick in die Anlagebedingungen und die dort festgelegten Liquiditätsmanagementinstrumente kann deshalb wichtige Informationen über die tatsächlichen Rückgabemöglichkeiten liefern.

„Ich halte die Neuregelung im Grundsatz für einen Gewinn für die Anleger“, kommentiert der Fachanwalt für Kapitalmarktrecht Ingo Janert im Finanzmagazin procontra.