Nach rund 95.000 Fällen im Vorjahr regulierten die deutschen Versicherer im Jahr 2025 etwa 100.000 Schäden infolge von Wohnungseinbrüchen. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Damit setzt sich ein unerfreulicher Trend fort: Seit 2021, als rund 70.000 Einbruchschäden registriert wurden, steigt die Zahl der Fälle kontinuierlich an.
Im langfristigen Vergleich liegen die aktuellen Schadenzahlen jedoch weiterhin deutlich unter früheren Höchstständen. Zwischen 2011 und 2016 wurden jeweils mehr als 150.000 Wohnungseinbrüche mit Versicherungsschäden erfasst. Den bisherigen Spitzenwert erreichte die Entwicklung mit rund 180.000 Fällen.
Deutlich stärker als die Zahl der Einbrüche haben sich die durchschnittlichen Schadenhöhen entwickelt. Pro Wohnungseinbruch zahlten die Versicherer 2025 im Schnitt rund 3.850 Euro und damit etwa 200 Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt summierten sich die Leistungen der Versicherungsunternehmen auf mehr als 380 Millionen Euro. Gegenüber 2024 entspricht dies einem Anstieg der Schadensausgaben um rund 10 Prozent.
Für einen wirksamen Schutz vor Einbrüchen empfiehlt der GDV vor allem den Einsatz geeigneter mechanischer Sicherungen an besonders gefährdeten Stellen. Dazu zählen beispielsweise geprüfte Tür- und Fenstersicherungen. „Einbrecher suchen den schnellen Weg und scheitern oft: Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt laut Polizeilicher Kriminalstatistik im Versuchsstadium stecken, häufig weil die Sicherungstechnik standhält. Wer die richtigen Stellen sichert, schreckt die meisten Täter bereits ab“, erklärt der GDV.
Die Zahlen zeigen, dass Präventionsmaßnahmen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Neben technischen Schutzvorrichtungen können auch aufmerksames Verhalten und eine bewusste Sicherung des eigenen Zuhauses dazu beitragen, das Risiko eines erfolgreichen Einbruchs zu reduzieren.


