Der Fahrradbestand in Deutschland wächst seit Jahren kontinuierlich. Gleichzeitig steigt der Wert der Zweiräder, insbesondere durch den anhaltenden Boom von E-Bikes und Pedelecs. Damit gewinnt auch die Frage nach einem passenden Versicherungsschutz an Bedeutung.
Grundsätzlich ist Fahrraddiebstahl häufig bereits über die Hausratversicherung abgesichert. Dieser Schutz ist allerdings in vielen Verträgen an bestimmte Voraussetzungen und Entschädigungsgrenzen geknüpft. Schäden am Fahrrad selbst, etwa durch einen Sturz oder Vandalismus, sind über den klassischen Fahrraddiebstahlschutz der Hausratversicherung in der Regel nicht versichert. Für hochwertige Fahrräder und E-Bikes kann daher eine spezielle Fahrradversicherung mit erweitertem Schutz interessant sein.
Orientierung im wachsenden Angebot bietet seit Kurzem das erste Fahrradpolicen-Rating des Analysehauses Franke und Bornberg. Die Versicherungsexperten untersuchten 83 Tarife von 36 Anbietern und bewerteten deren Leistungsumfang. Lediglich sieben Tarife erhielten dabei die höchste Bewertung.
„Unser Erstrating zeigt: Die Qualitätsunterschiede sind erheblich – von hervorragend bis mangelhaft ist alles vertreten. Wer nicht genau hinschaut, riskiert einen Tarif mit echten Deckungslücken“, fasst Franke-und-Bornberg-Geschäftsführer Michael Franke die Ergebnisse zusammen.
Besonders beim Diebstahlschutz zeigten sich nach Angaben der Analysten bei zahlreichen Angeboten Schwächen. Gerade bei hochwertigen Fahrrädern sollte deshalb genau geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen ein Diebstahl versichert ist, welche Entschädigungsgrenzen gelten und ob beispielsweise bestimmte Sicherungsvorgaben erfüllt werden müssen.
Die Untersuchung macht deutlich, dass die Bezeichnung „Fahrradversicherung“ allein noch nichts über die Qualität des Versicherungsschutzes aussagt. Vor dem Abschluss einer Police sollten daher die konkreten Leistungen, Ausschlüsse und Entschädigungsgrenzen sorgfältig miteinander verglichen werden. Eine fachkundige Beratung kann dabei helfen, einen Tarif auszuwählen, der zum Wert des Fahrrads und zum individuellen Absicherungsbedarf passt.


